07-09-2012, 08:36
Indymaya:
Nicht die jüdische Oberschicht hat Jesus töten lassen, sondern Pilatus! Dass der es nur auf Druck tat, quasi als Marionette des Hohen Rates, ist ein Märchen der Christen, die sich mit den Römern gut stellen mussten, während die Juden nach Zerstörung des Tempels (die schon erfolgt war, als die Evangelien geschrieben wurden) kein gefährlicher Gegner mehr waren. Man kann auch an den Evangelien selbst sehen, dass die Rolle der Römer immer mehr verbessert wurde. So sind es normalerweise die römischen Soldaten, die Jesus verspotten, bei Lukas aber die jüdischen, während die römischen Soldaten bei Lukas sehr gut wegkommen (der Hauptmann, dem Jesus hilft, hat sogar eine Synagoge gebaut - bei Matthäus, der den Hauptmann auch erwähnt, ist davon keine Rede).
Pilatus galt selbst für seine Vorgesetzten als extrem brutal, und so einer hätte sich bestimmt nicht zu einer Entscheidung drängen lassen, die er nicht wollte. Und es gibt keinen Grund, warum er bei einem unbekannten Handwerker aus der Provinz Milde zeigen sollte - es sei denn, man (der Autor) wollte den Lesern weismachen, Pilatus hätte das Besondere an Jesus erkannt. Immerhin hatte Jesus für ziemlichen Aufruhr im Tempel gesorgt; er hatte viele Anhänger im Volk und konnte von den Römern durchaus als politische Gefahr angesehen werden.
Warum Jesus sich ohne jeden Widerstand hinrichten ließ, bleibt mir ein Rätsel. Laut Wikipedia (siehe "Diskussion" zum Artikel "Barabbas") gibt es eine Theorie, dass Barabbas, der von Pilatus freigelassen wurde, Jesus´ Sohn gewesen sein könnte. Dann könnte Jesus Pilatus gebeten haben, ihn selbst hinzurichten und dafür seinen Sohn freizulassen. Das würde dem Spruch "Sühnegeld" eine ganz konkreten Bedeutung geben, und sein "freiwilliger" Tod wäre, als Opfer für das eigene Kind, für die meisten Eltern nachvollziehbar.
Nicht die jüdische Oberschicht hat Jesus töten lassen, sondern Pilatus! Dass der es nur auf Druck tat, quasi als Marionette des Hohen Rates, ist ein Märchen der Christen, die sich mit den Römern gut stellen mussten, während die Juden nach Zerstörung des Tempels (die schon erfolgt war, als die Evangelien geschrieben wurden) kein gefährlicher Gegner mehr waren. Man kann auch an den Evangelien selbst sehen, dass die Rolle der Römer immer mehr verbessert wurde. So sind es normalerweise die römischen Soldaten, die Jesus verspotten, bei Lukas aber die jüdischen, während die römischen Soldaten bei Lukas sehr gut wegkommen (der Hauptmann, dem Jesus hilft, hat sogar eine Synagoge gebaut - bei Matthäus, der den Hauptmann auch erwähnt, ist davon keine Rede).
Pilatus galt selbst für seine Vorgesetzten als extrem brutal, und so einer hätte sich bestimmt nicht zu einer Entscheidung drängen lassen, die er nicht wollte. Und es gibt keinen Grund, warum er bei einem unbekannten Handwerker aus der Provinz Milde zeigen sollte - es sei denn, man (der Autor) wollte den Lesern weismachen, Pilatus hätte das Besondere an Jesus erkannt. Immerhin hatte Jesus für ziemlichen Aufruhr im Tempel gesorgt; er hatte viele Anhänger im Volk und konnte von den Römern durchaus als politische Gefahr angesehen werden.
Warum Jesus sich ohne jeden Widerstand hinrichten ließ, bleibt mir ein Rätsel. Laut Wikipedia (siehe "Diskussion" zum Artikel "Barabbas") gibt es eine Theorie, dass Barabbas, der von Pilatus freigelassen wurde, Jesus´ Sohn gewesen sein könnte. Dann könnte Jesus Pilatus gebeten haben, ihn selbst hinzurichten und dafür seinen Sohn freizulassen. Das würde dem Spruch "Sühnegeld" eine ganz konkreten Bedeutung geben, und sein "freiwilliger" Tod wäre, als Opfer für das eigene Kind, für die meisten Eltern nachvollziehbar.

