11-08-2012, 10:33
(11-08-2012, 10:10)petronius schrieb:(09-08-2012, 22:46)schmalhans schrieb: Welche Religion wird nicht so praktiziert? Entscheidend ist natürlich die Gesamtheit der Mitglieder und vor allem das, was ihre Führer dazu meinen (zum Beispiel in Form von Statuten, Zielen, Regeln).
entscheidend ist, was hinten rauskommt. egal, welche "Statuten, Ziele, Regeln" formal gelten
und ich kenne in meinem persönlichen umfeld eigentlich nur gläubige, denen man anständigen umgang mit ihren mitmenschen attestieren kann
Ich spreche nicht von gläubigen Menschen (glauben kann ich alles mögliche), sondern von religiösen, also denjenigen, die freiwillig und gerne in einer Religionsgemeinschaft sind, deren Ziele sehr wohl bestimmen, was "hinten rauskommt". Es geht in dieser Diskussion eben nicht darum, wie sie ihren (nicht-religiös bestimmten) Alltag meistern. Der hat mit Religion nämlich meistens gar nix zu tun. Sondern was die Religionsausübung von ihnen verlangt. Und wenn der Bischof predigt, dies und das ist gegen Gottes Willen (zum Beispiel die Liebe zwischen zwei Männern) und ich sage "Amen", kann ich leider keinen "anständigen umgang mit ihren mitmenschen attestieren".
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

