31-07-2012, 11:19
(31-07-2012, 10:02)Lelinda schrieb: Es wäre ein Unding, wenn der Staat aus Rücksichtsnahme auf irgendwelche Religionen den naturwissenschaftlichen Unterricht verfälschen würde. Und das würde geschehen, wenn die Evolutionslehre durch die Schöpfungsgeschichte ersetzt würde. In den USA sollen ja gewisse Gruppen darauf hinarbeiten.
Sie arbeiten nicht darauf hin, sondern es ist schon Realität - zwar nicht staatlich verordnet, aber in der praktischen Anwendung.
"Zwar haben US-Gerichte wiederholt bestätigt, dass es sich bei den Theorien des Kreationismus sowie des Intelligent Designs um Religion und nicht um Wissenschaft handele. Aus diesem Grund hätten sie keinen Platz auf den Lehrplänen. Dennoch bleibe es schlussendlich den Lehrern selbst überlassen, welche Lehrinhalte sie höher einstufen und welche nicht ... Während gut zwei Prozent der Lehrer die Evolutionstheorie im Unterricht komplett ausließen, gab ein Viertel der Befragten an, zumindest einige Unterrichtszeit bei dem Thema Kreationismus zu verweilen. Fast die Hälfte dieser Lehrer - und damit 12,5 Prozent aller Befragten - würden die Theorien auch als 'berechtige, wissenschaftliche Alternative zur Darwinschen Evolutionstheorie' unterrichten."
*http://www.welt.de/wissenschaft/article2018454/Jeder-achte-US-Lehrer-unterrichtet-Kreationismus.html
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

