04-02-2005, 16:01
Jazzter schrieb:ich kenne das Epos einfach nicht, vielleicht koennen Dir "Archiv" oder mythologisch interessierte User/Moderatoren weiter helfen. Jazzter
Hallo Jazzter! Hallo Lilli!
Aber GERN!
Zuallererst muss ich mal mit der weit verbreiteten Desinformation aufräumen, das Gilgamesch-Epos sei ÄLTER als Noahs Bericht über die Sintflut. Als man im Frühjahr des Jahres 1850 die "tontafelbibliothek" des assyrischen Herrschers Assurbanipal fand - war die sog. "Höhere Kritik" an der Bibel gerade am Höhepunkt ihrer Popularität (nat. damals "nur" unter Akademikern). Die Tontafeln wurden auf das 7. Jahrhundert v. Chr. datiert - aber man nahm sofort und bereitwillig an, dass es sich nur um Abschriften noch weit älterer (zw. 18. u. 21. Jahrhundert v. Chr.)Originale, bzw. Quellen handelt. Ein "good will", der bei Bibelabschriften leider völlig fehlt - weswegen man auch weiterhin völlig ungeniert diesen Schwachsinn verbreiten kann, dass die Bibel, wie wir sie heute haben, erst aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. (manche gehen noch weiter: 3. Jahrhundert v. Chr.) stammt.
Leider haben sich die "Hüter der Schrift" (Sadduzäer) als sehr selbstherrliche und unfähige Autokraten generiert, so das es den frechen Pharisäern (den "Hütern" der Tradition) gelang, extreme Zweifel an der Authenzität des Pentateuchs zu streuen - um ihre "mündliche Thora" auf Kosten der einzig ECHTEN aufzuwerten (eine Blasphemie der Extraklasse, die allen Verantwortlichen die EWIGE VERDAMMNIS bringen wird ...).
Soweit die Motive dieser verdammten ......söhne. Was moderne Zweifelstreuer betrifft, so braucht man meist auch nicht lange zu "foltern", um aus ihnen ihre niedersten Motive heraus zu kitzeln:
Der GENESIS-Bericht DARF nicht wahr sein - sonst kann man nicht weiter an der Lüge von der UNSTERBLICHKEIT DER MENSCHENSEELE (inklusive Seelenwanderung etc.) festhalten ...
Für alle aber, die aufrichtig und ehrlich an Fakten und Tatsachen interessiert sind:
Eine eingehende Untersuchung BEIDER Texte offenbart ein sehr klares und realistisches Bild von der Gerechtigkeit Gottes im GENESIS-Bericht - während der Gilgamesch-Epos vor Halbwahrheiten und offenkundigen Dummheiten (Götter wollen in Ruhe schlafen können, "erschrecken" über die Flut ... usw.) nur so strotzt. Weswegen SERIÖSE Forscher (wie P. J. Wiseman) auch zu ganz andersartigen Schlussfolgerungen kommen:
"Man könnte den Unterschied zwischen den beiden mit dem klaren Wasser der Themse AN IHRER QUELLE und mit dem Schmutzwasser in den LONDONER DOCKS vergleichen: an beiden Stellen ist es das Wasser des selben Flusses ... In der Genesis ist es noch die reine Quelle; die Texte der babylonischen Täfelchen dagegen sind durch das schmutzige Wasser des Polytheismus gezogen worden und tragen folglich auch seine Spuren."
... oder Fritz Rienecker:
"Eine literarische ABHÄNGIGKEIT des biblischen, völlig UNMYTHOLOGISCHEN Sintflutberichts von der babylonischen Erzählung erscheint bei den Unterschieden beider Texte NACH ART UND INHALT jedoch ganz unwahrscheinlich"
Der stärkste BEWEIS für die ECHTHEIT der GENESIS ist aber ein AUGENZEUGE und aktiv Beteiligter am Geschehen: DER SOHN GOTTES.
Jesus bestätigte nicht nur den Bericht der Genesis, sondern prophezeite gleichzeitig auch eine adäquate Situation für seine ZWEITE GEGENWART:
Aber wie die TAGE NOAHS waren, so wird auch die PARUSIE des MENSCHENSOHNES sein.
Denn wie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und wurden verheiratet - bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging, und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte - so wird auch die PARUSIE des MENSCHENSOHNES sein.
Matthäus 24; 37-39
Für eine noch eingehendere Textanalyse (auf Wusch auch in den Ursprachen der Bibel) müsste ich aber mehr Zeit verwenden. Falls also Interesse besteht - gerne an dieser Stelle ...
aus dem Archiv
PS.: Für Insider hab ich hier noch eine bibliographische Abk.: g80 8. 10. 13-16
