03-02-2012, 01:54
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Ich dachte an jede Form von Religion.Ja... aber an jede, welche Form von "was denn nun"? Darum geht es doch die ganze Zeit... Was fällt alles darunter, und was eben nicht. Ist Kapitalismus eine Religion? Manche meinen "ja"...
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Nur bin ich nach wie vor mit dem Begriff "Transzendez" nicht zufrieden.Ich auch nicht... ;)
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Wieso sind religiöse kulturelle Vorstellungen mehr "transzendent" als andere kulturelle Vorstellungen ?Ich will einfach nur einen Begriff für Menschen die an einen "Gott" (Weltessenz, Weltgesetz, Weltgeist, was auch immer...), eine "Seele" oder an ein "Jenseits" glauben. Nous, Chi, Geist,... kann man da auch noch alles irgendwo mit unterschmuggeln.
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Da kann man doch nur einen Konflikt sehen, wenn man etwa die religiösen Mythen wörtlich nimmt.Sicher...
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Wenn man aber die Mythen hinterfragt, so geht es letztendlich immer um den Menschen, seine (innere) Wahrnehmung der Welt und seines Lebens, sowie seine Beziehunsgeflechte.Es geht aber vor allem auch um Existenzaussagen (bzgl. "Gott", "Seele" usf.).
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Was ist daran so großartig "transzendent" ?Gott, die Seele, das Jenseits, der Nous und das Chi.
(03-02-2012, 00:28)Mustafa schrieb: Natürlich sehen sich viele gläubige Menschen in ihrem RealitätsempfindenEin physikalischer Positivismus, der nur das für wahr hält, was sich objektiv belegen lässt, ist für mich eben keine Religion. Bei diesem Ansatz beschränkt man sich minimalistisch auf das, was man "weiß", oder was allgemein als "wahr" akzeptiert wird. Hawking, Dawkins oder Dennett wären wohl solche Vertreter...
eher durch die Mythen vertreten als durch trockene naturwissenschaftliche Modelle.
Aber "falsch" oder "unwahr" ist die Weltsicht aus dieser Perspektive deshalb noch lange nicht.
Ist es so schwer, Religion einfach als Kulturleistung zu sehen ?
"Glaube" - notwendig (aber nicht hinreichend) für Religion - beginnt erst bei Aussagen, die darüber hinausgehen.
Vielleicht sollten wir mal ein paar Beispiele in den Raum werfen und jeder macht sein Kreuzchen, wo er etwas als eine Religion bezeichnen würde... (eine Abgrenzung zur "Religion an sich" halte ich für eher unsinnig, wie schon mehrfach ausgeführt...)

