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kreationistische Glaubensaussage zur Entstehung des Lebens
(30-01-2012, 19:00)Sangus schrieb: Die "Evolutionstheorie" ist ein Sammelbegriff für den Versuch, ein bestimmtes Phänomen (hier: die Entstehung der Arten) "naturalistisch", d.h. auf Basis innerweltlicher Kausalketten zu erklären. Hierbei handelt es sich schlichtweg um eine methodische Selbstbeschränkung; Naturwissenschaft insgesamt funktioniert nun einmal nur auf Basis der Annahme, dass die Entstehung eines beliebigen innerweltlichen Phänomens X ursächlich auf ein vorhergehendes innerweltliches Phänomen Y zurückzuführen ist - und zwar vollständig und lückenlos.
Sehr schöner Einwand, so sehe ich das eigentlich auch.

(30-01-2012, 19:34)petronius schrieb: aber die natur ist nicht (und schon gar nicht zu einem bestimmten zweck) konstruiert, folgt keiner teleologie
Ausgeschlossen ist das nicht, aber es ist nicht Aufgabe der Naturwissenschaften nach "Zwecken" zu suchen, das kann sie auch gar nicht (Lesch hatte das etwas besser formuliert...)

(30-01-2012, 19:34)petronius schrieb: dieser schluß ist keineswegs zwingend - und wie du ihn herleitest (nämlich aus falschen prämissen) auch noch nicht mal folgerichtig
Den Schluss auf eine teleologische Welt halte ist durchaus für vernünftig. Insofern, als dass wir Menschen nun einmal verdammt sind, "Zwecke" in der Welt zu suchen und in diesen Kategorien zu denken.

(30-01-2012, 22:33)paradox schrieb: Ok, aber was ich mich einfach frage ist, warum gibt es dann nicht noch viel mehr Arten von Menschen, also in dem Sinne, dass es welche gab oder gibt, die Kiemen haben oder Flügel entwickelt haben, weil es ja die Natur einfach durch Ausprobieren per Evolution mal entwickelt haben müsste?
Es gibt ja auch viele unterschiedliche Vogelarten...
Es ist immer schwierig und eigentlich auch unzulässig zu fragen, warum es etwas (noch) nicht gibt. Warum gibt es noch keine Laserschwerter, wenn der Mensch doch schon soviel erfunden hat? Keine Ahnung. Lass beiden - der Evolution und dem Menschen - einfach noch etwas Zeit.

Da muss man auch einfach die komplette Stammeslinie des Menschen betrachten. Die Natur hätte auch andere Wege gehen können, aber dann hätte man wieder fragen können, warum sie denn nun genau diese und nicht andere Wege gegangen ist.

Die Natur macht vieles, nicht alles. Nur weil du dir etwas vorstellen kannst, muss es nicht von der Evo. realisiert worden sein. Keine Feen, keine Einhörner, keine Zentauren, keine Riesenschildkröten...

(31-01-2012, 13:48)Ekkard schrieb: Nur, wir bewahren die Schöpfung nicht, weil wir darin Gott zu erkennen glauben oder dessen Wirken (Intelligent Design), sondern weil wir den Gewinn, der uns in den Schoß gefallen ist, nicht leichtfertig verspielen wollen.
Das sehe ich aber anders. Der Umgang des Menschen mit seiner Umwelt steht in ziemlichem Widerspruch zu deiner fettgedruckten Annahme.

Es gibt doch keinen Grund sich als "höflicher Gast" zu verhalten und auch zukünftigen Generationen ein wohl beschiedenes Dasein zu ermöglichen. Warum auch? Carpe Diem, Hedonismus als Leitkultur und nach mir die Sintflut.
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Teilthema: Evolution - von Ekkard - 31-01-2012, 13:09
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