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kreationistische Glaubensaussage zur Entstehung des Lebens
(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: Es ging um den Begriff des Erschaffens, der deiner Meinung nach einen bewussten Akt voraussetzt. Ich stimme dem zwar zu, gab aber zu bedenken, dass viele Vorgänge insbesondere der belebten Natur genauso ablaufen, wie unser Bewusstsein

das kann ich nicht so sehen

der zellkern verfolgt keine absicht (dann müßte er nämlich in der lage sein, auch anders zu handeln, als er das tut - nicht, daß ich ihm handeln und damit bewußtsein zuspräche)

(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: Die Natur "baut" ebenfalls fortwährend, so wie wir planen. Es wird nur das überleben, was eine Lücke, eine ökologische Nische oder dergleichen füllt

und eben das ist der unterschied

trial and error ist etwas anderes als planvolles handeln

wir bauen autos nicht, indem wir irgendwelche stahlteile zusammenbrutzeln und dann schauen, ob sie auch fahren

(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: Meine Meinung ist, dass "Erschaffen" im Sinne eines bewussten Aktes ein subjektives Konstrukt ist

ich teile diese meinung nicht und halte sie für unbegründet - abgesehen davon, daß sprache natürlich ein "subjektives Konstrukt" ist. selbstverständlich hätte man anstatt "Erschaffen" auch "wrdrdlbrmpft" sagen können - hat man aber eben nicht

(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: Im Grunde handelt es sich in allen Fällen um die Folge äußerst komplexer Selbstorganisation, in die sich der Mensch und sein Handeln nahtlos einpasst

du übersiehst (leugnest?) sowohl entscheidungsfreiheit wie auch abstraktes planen

(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: Ja, und ich weise darauf hin, dass das Auto (oder allgemein die Produktion durch den Menschen) lediglich ein Fall unter vielen auf diesem Planeten ist

äpfel und birnen ergeben zwar guten obstler, aber schlechte vergleiche

(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: Auf der Sachebene spielt Glaube keine Rolle

sag das den von mir angesprochenen gläubigen, nicht mir

(29-12-2011, 19:27)Ekkard schrieb: es sei denn der Mensch fängt an, gegen eben jenen Glauben zu verstoßen, indem er nicht mehr die Beziehung pflegt, sondern um der Ideologie willen zerstört.

für nicht wenige gläubige ist aber genau das die praktische auswirkung ihres glaubens

und ich wiederhole, daß du dir keinen schuh anzuziehen brauchst, von dem du sowieso nicht glaubst, daß er dir paßt

(29-12-2011, 13:10)Ekkard schrieb: ich denke an die Axiome und Prämissen, ohne die z. B. Mathematik nicht funktioniert

im gegensatz zu religiösen überzeugungen müssen die sich allerdings in der realität bewähren - führen sie zu widersprüchen, werden sie aufgegeben

also schon wieder äpfel und birnen

(29-12-2011, 13:10)Ekkard schrieb: Gott schuf die Welt. Das ist eine notwendige Denkvoraussetzung, weil wir anderenfalls die Welt nicht feststellen könnten

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ich kann die welt "feststellen", also erfahren, ohne an "gott", den gestiefelten kater oder die unsichtbaren grün-rosa karierten elefanten auf der rückseite des mondes zu glauben

dein denken scheint recht merkwürdigen voraussetzungen zu unterliegen


(29-12-2011, 13:10)Ekkard schrieb:
(29-12-2011, 16:19)putchi schrieb: doch liegen Welten zwischen dem Zellkern und dem Ingenieur
Nein, darin besteht ja gerade der Irrtum. Es liegen dazwischen in der Tat Skalenfaktoren der Komplexität. Das ist richtig; aber kein prinzipieller Unterschied

liegt er doch - siehe oben

(29-12-2011, 13:10)Ekkard schrieb: Der prinzipielle Unterschied kommt überhaupt erst durch den Glaubensakt in diese Betrachtungsweise, indem von der Kreativität des Menschen auf die Gottes geschlossen wird

unsinn. von "gott" ist noch gar nicht die rede, wenn von zellkernen und ingenieuren die rede ist. von kreativität allerdings schon: der zelllkern hat keine - weder hat er wahlfreiheit noch plant und vollführt er bewußt und absichtlich neues


einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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