30-10-2011, 22:58
ch wills noch mal so zusammenfassen:
das eine ist es, subjektiv konkret eine rational unerklärliche („transzendente“) macht oder wesenheit zu empfinden/erfahren
etwas anderes ist es, abstrakt über eine solche macht oder wesenheit zu spekulieren
und wieder ein drittes ist es, soziale interaktion von derartigen abstrakten spekulationen abhängig machen zu wollen
ersteres gestehe ich jedem zu, ohne es aus meiner sicht bewerten zu müssen oder daß es auf irgendjemanden außer der betreffenden (betroffenen) person sich auswirke
zweiteres mag als persönlich befriedigend empfunden werden, auf andere aber vielleicht als reine cerebralmasturbation wirken oder denselben stellenwert haben wie rollenspiele in einem fantasygame
das dritte sei ebenfalls jedem unbenommen, solange er es nur auf sich selber anwendet. daraus aber weitergehende schlüsse ziehen und deren gültigkeit für die allgemeinheit zu beanspruchen – dafür sehe ich keine grundlage. die gestaltung der gesellschaft, der sozialen interaktion und deren regeln, um ein zufriedenstellendes miteinander zum zwecke des gemein- und damit größtmöglichen privatwohls (ohne unverhältnismäßig große belastung für eben das gemeinwohl) zu organisieren, bedarf es des intersubjektiven abgleichs verschiedener ansichten und befindlichkeiten, also eines gesellschaftlichen kompromisses, dem sich dann alle hoffentlich aus freier einsicht beugen oder der eben ggf. auch durch (auf intersubjektiver übereinkunft beruhende) zwangsmaßnahmen durchzusetzen ist
was nicht angehen kann, ist, diese intersubjektive übereinkunft ersetzen zu wollen durch letztlich willkürliche, aber als ausfluß „göttlichen wesens/willens“ behauptete normvorgaben. die konstruktion eines „gottes“ ist insofern eine redundante, wenn nicht kontraproduktive zusatzannahme
das eine ist es, subjektiv konkret eine rational unerklärliche („transzendente“) macht oder wesenheit zu empfinden/erfahren
etwas anderes ist es, abstrakt über eine solche macht oder wesenheit zu spekulieren
und wieder ein drittes ist es, soziale interaktion von derartigen abstrakten spekulationen abhängig machen zu wollen
ersteres gestehe ich jedem zu, ohne es aus meiner sicht bewerten zu müssen oder daß es auf irgendjemanden außer der betreffenden (betroffenen) person sich auswirke
zweiteres mag als persönlich befriedigend empfunden werden, auf andere aber vielleicht als reine cerebralmasturbation wirken oder denselben stellenwert haben wie rollenspiele in einem fantasygame
das dritte sei ebenfalls jedem unbenommen, solange er es nur auf sich selber anwendet. daraus aber weitergehende schlüsse ziehen und deren gültigkeit für die allgemeinheit zu beanspruchen – dafür sehe ich keine grundlage. die gestaltung der gesellschaft, der sozialen interaktion und deren regeln, um ein zufriedenstellendes miteinander zum zwecke des gemein- und damit größtmöglichen privatwohls (ohne unverhältnismäßig große belastung für eben das gemeinwohl) zu organisieren, bedarf es des intersubjektiven abgleichs verschiedener ansichten und befindlichkeiten, also eines gesellschaftlichen kompromisses, dem sich dann alle hoffentlich aus freier einsicht beugen oder der eben ggf. auch durch (auf intersubjektiver übereinkunft beruhende) zwangsmaßnahmen durchzusetzen ist
was nicht angehen kann, ist, diese intersubjektive übereinkunft ersetzen zu wollen durch letztlich willkürliche, aber als ausfluß „göttlichen wesens/willens“ behauptete normvorgaben. die konstruktion eines „gottes“ ist insofern eine redundante, wenn nicht kontraproduktive zusatzannahme
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

