16-01-2005, 20:50
Christ schrieb:... denn "sein Blut reinigt uns von aller Schuld", und es gibt kein anderes Mittel dazu.Klar ´gibt es ein anderes Mittel dazu,
nämlich die unendliche Gnade des Vaters,
der immer schon lange vor Jesu Tod seinen Kindern die Sünden vergab, wenn sie ihn reumütig darum baten.
Gott muss nicht Blut flíeßen sehen
oder ein Menschenopfer haben, um Sünden nicht mehr anzurechnen!
Gott ist auch kein Bankier,
der Schuldscheine tilgen lassen muss,
indem jemand anders für uns bezahlt.
Er ist unser Vater,
der keinem Gesetz untersteht,
sondern vergeben kann, wem er will,
wie er es seinem Volk schon im Alten Testament zusagte:
Ps 85,2 du hast vergeben die Ungerechtigkeit deines Volkes, all ihre Sünde hast du zugedeckt.
Du hast zurückgezogen all deinen Grimm, hast dich abgewendet von der Glut deines Zornes.
Ps 103,3 Der da vergibt alle deine Ungerechtigkeit, der da heilt alle deine Krankheiten;
Jes 33,24 Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volke, das darin wohnt, wird die Missetat vergeben sein.
Jeremia 7, 22: Ich habe euren Vätern ...nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern, sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein...
Auch im NT gibt es genug Hinweise, die gegen die längst überholte Sühnopfer-Theologie sprechen, z.B,.
Mt 6,14: Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.
Mk 1,4: Johannes der Täufer war in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.
Siehe dazu den interessanten Artikel von F.J. Nocke ("Für uns gekreuzigt"?):
http://www.kath.de/nd/kmf/hirschbg/04_02/apr0208.htm
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


