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Dionysien (Ländliche Dionysien)
#1
In den Landgemeinden ↗Attikas feierte man Dionysosfeste, die mit Phallusprozession (↗Pompe), Bocksopfer und (ab etwa der zweiten Hälfte des 5. Jhs vC) mit Theateraufführungen verbunden gewesen waren. Solche Feste, die im Monat Posideon (Dezember/Jänner) begangen wurden, werden Ländliche (oder Kleine) Dionysien genannt. Es wird angenommen, dass bei diesen Festen sowohl neue ↗Dramen als auch solche, die ein Jahr zuvor im Rahmen der ↗Städtischen Dionysien aufgeführt worden waren, dargeboten bzw. wiederaufgeführt wurden (Seidensticker 17).

Möglicherweise gingen die Ländlichen Dionysien aus dörflichen Fruchtbarkeitsfesten hervor, bei denen, mit Kultgesängen verbunden, Phallusnachbildungen um das Dorf getragen wurden. Erst später dürfte dieser Brauch mit dem ↗Dionysoskult verschmolzen sein (Latacz 39f.).

Über die Anfänge der Ländlichen Dionysien sind wir nur spärlich Unterrichtet. Umfangreicheres Quellenmaterial liegt erst für die Zeit ab etwa Mitte des 4. Jhs vC vor.


Literatur:
Bernd Seidensticker. Das antike Theater. 2010 München. Verl. C. H. Beck.
Joachim Latacz. Einführung in die griechische Tragödie. 2. Aufl. 2003 München. Verl. Vandenhoeck & Ruprecht.


● Zum Inhaltsverzeichnis des Lexikons
MfG B.
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