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Was müsste geschehen damit ihr an das Metaphysische glaubt?
#61
(Gestern, 18:46)subdil schrieb: Das Metaphysische ist einfach das, was über die materielle Wirklichkeit hinausgeht. Aber hier stehen wir schon vor einem interessanten Problem: Denn genau genommen ist ja schon alleine das Phänomen des Bewusstseins meta-physisch! Sogar wenn man das Bewusstsein im Sinne des Materialismus als ein Epiphänomen des Gehirns betrachtet, stimmt dies in gewisser Weise. Denn Bewusstsein ist offenkundig nicht physisch. Also was ist es dann?

Ekkard hat ja mittlerweile die Definition geliefert. Meine Frage bezog sich dabei spezifisch auf Deinen Gebrauch des Wortes, was eher so wie "Uebernatuerliches" oder halt auch "Paranormales" klingt. 

(Gestern, 18:46)subdil schrieb: Zugegebenermaßen ist diese Aufnahmebedingung eine hohe Hürde. Aber ich denke, sie erfüllt zwei Funktionen: Zum einen stellt sie sicher, dass die Gemeinde nicht durch reine Theoretiker verwässert wird. Zum anderen beweist die Existenz dieser Hürde, dass es der Gemeinde wirklich ernst mit ihrem Anliegen ist und es ihr nicht einfach nur um eine möglichst hohe Mitgliederzahl geht. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gemeinde mindestens doppelt so viele Mitglieder hätte, gäbe es diese Hürde nicht. Jeder Marketingberater würde den freikirchlichen Gemeinden wohl nahelegen, diese Hürde abzubauen.

Oh, keineswegs! Nur wenn die Gemeinden/Kirchen klein bleiben, kann man sich als etwas Besonderes fuehlen. Die Mitglieder gehoeren zu einem exklusiven Club! Exklusivitaet steigert das Selbstwertgefuehl. Wenn die Exklusivitaet verloren ginge, wuerden die Menschen, die so etwas brauchen, die Gemeinde verlassen. Und solche exklusiven Clubs gibt's in verschiedenen Ausrichtungen, die verschiedene Menschentypen ansprechen; da muss auch jede ihre Besonderheit haben, damit das funktioniert.
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#62
(Gestern, 18:46)subdil schrieb: hier stellt sich die interessante Frage, wo eigentlich Glauben aufhört und Wissen anfängt. Denn man kann ja zu Gott und auch ganz spezifisch zu Jesus Christus auch schon im irdischen Leben eine Beziehung aufbauen, die dann im Grunde über das reine Glauben hinausgeht.

Im "Grunde".... ? Aber eigentlich doch nicht wirklich? 
Glauben bedeutet nicht wissen. "Man - (allgemein und prinzipiell jeder) - könne schon im irdischen Leben zu Jesus als auch zu Gott eine Beziehung aufbauen", die über den persönlichen Glauben hinausgehe, ist ein unwahres Versprechen. Jesus ist ein idealisierter Heldenmythos. Wundersamer Protagonist einer literarischen Erzählung. (Übernatürlicher Supermann).... Gott ist ein ausgedachtes Erklärungsmodell .. Wunder, Magie und Zauberei.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#63
Also, ich benutze das Wort "Glauben" eher so wie "Vertrauen auf ein Lehrgebäude". Religionen sind ja Lehren (Lehrgebäude). Eine Lehre ist die Vermittlung irgendwelcher Inhalte, Meinungen, Übungsabläufe, Gedankengänge, meditative Erfahrungen, Kunst. Und ja, es gehören auch Beziehungen dazu insbesondere zu Propheten, verehrten Lehrmeistern und natürlich Jesus (Christus, Herr) und schließlich Gott. Dem allen liegt primär eine Lehre zugrunde, welcher der Adept (Hörer, Anfänger, Schüler) vertrauen muss.

Formulierungen, es stelle sich die Frage, wo Glaube aufhört und Wissen beginne, verkennen die unterschiedlichen Ebenen (Daseinsebenen, Denk-Kategorien). Glaube hört in keinem Fall auf, um in Wissen überzugehen. Lehre und ihre Akzeptanz beim Hörer bleibt immer eine Beziehung auf psychischer Ebene. Das geht bis tief in Beschreibungen hinein, die zwar wissenschaftlich untersucht werden könnten (Irrealis!), gleichwohl im Vagen verharren und nur dem Hörensagen bekannt sind.

Wissen gehört zu einer anderen Kategorie. Wissen erlangt man nie dadurch, dass Viele oder Autoritäten, Lehrer etwas behaupten, sondern, dass es Prüfverfahren gibt, die Zutreffendes ohne jeden Zweifel bestätigen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#64
Es geht ums "Abheben"...über alle materielle Wirklichkeit hinaus, in Richtung einer allerhöchsten, elitären Maxime. Lediglich  "Auserwählten" sind derart hehere transzendente Welten - (nach den Regeln immateriell gedachter Hierarchien) - überhaupt zugänglich. Wofür es aber über den gewöhnlichen Glauben - (geistig unbedarfter Material-Realisten) - hinaus, auch noch zusätzlich eines hehern geheimen Wissens bedürfe. usw. usf. 

Magisches Denken ist ein psychologisches Muster – keine Realität. Magisches Denken und Größenwahn (Megalomanie) sind eng verwandte psychische Phänomene, die auf einer verzerrten Realitätswahrnehmung basieren. Auch bezüglich der eigenen Wirklichkeit.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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